Dubrovačke gradske zidine
Die Stadtmauer von Dubrovnik, kroatisch Dubrovačke gradske zidine, umschliesst die Altstadt der dalmatinischen Hafenstadt auf allen Seiten. Der Ring ist etwa zwei Kilometer lang und gilt als das besterhaltene mittelalterliche Befestigungssystem Europas; die Altstadt gehört seit 1979 zum UNESCO-Welterbe. Der Bau begann Ende des 8. Jahrhunderts, und die Anlage bewährte sich in der fünfzehnmonatigen Belagerung durch die Sarazenen 866/867. Die heutige Gestalt entstand ab dem 12. Jahrhundert und wurde bis zum Ende des 17. Jahrhunderts fortgeführt; auch das schwere Erdbeben von 1667 überstand sie. Beteiligt waren Baumeister wie Nićifor Ranjina, Michelozzo di Bartolommeo, Giorgio da Sebenico, Paskoje Miličević und Antonio Ferramolino. Belagerungen durch Venedig, den serbischen Grossžupan Stefan Nemanja und den bosnischen Vojvoden Stjepan Vukčić Kosača prägen die Geschichte, zuletzt die Kämpfe um Dubrovnik 1991/92. Landseitig ist die Mauer vier bis sechs Meter breit, zum Meer hin eineinhalb bis drei Meter, und erreicht stellenweise 25 Meter Höhe; eine vorgelagerte Schrägmauer nahm Kanonenbeschuss auf. Zwei befestigte Haupttore des 15. Jahrhunderts mit Zugbrücken führen hinein, das Pile-Tor im Westen und das Ploče-Tor im Osten, dazu zwei Hafentore von 1476 und 1381. Fünf Festungen gliedern den Ring: Minčeta im Nordnordwesten, Sveti Ivan über dem Hafen, Bokar im Westen als älteste erhaltene Kasemattenfestung Europas, Revelin im Nordosten und das freistehende Lovrijenac auf einem 37 Meter hohen Felsen. Hinzu kommen zwölf viereckige Türme, fünf Bastionen und einst über 120 Kanonen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.
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