📷 Bild: Wikimedia Commons
Semlower Tor
Stadttor in Stralsund
Das Semlower Tor war ein Stadttor der Hansestadt Stralsund und Teil der inneren Stadtbefestigung. Es verband die Altstadt mit der Hafeninsel und lag am Ende der Semlower Straße. Das aus Backstein gebaute Tor wurde erstmals 1277 urkundlich erwähnt und war das höchste der Stralsunder Stadttore. Es war 17 Meter tief, 13,30 Meter breit und 22,65 Meter hoch. Das Tor war bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts als Wohnraum und Getreidespeicher genutzt. Nach der Entfestung der Stadt blieb es als eines der letzten Stadttore erhalten. Ab 1927 diente der Raum des Tores dem Kulturverein „Schlaraffia Stralsund“. Im Zweiten Weltkrieg wurde es 1944 beschädigt, doch der Torbogen und zwei Fenster blieben erhalten. In den 1950er Jahren wurde das Tor gesichert und teilweise wieder aufgemauert. Die Räumlichkeiten des Tores wurden nach der Entfestung anderweitig genutzt. 1960 wurden die Überreste des Tores, das als Teil-Ruine erhalten blieb, aus Protesten der Bevölkerung gesprengt. Reste des Tores sind heute in einem sanierten Haus neben einem Treppenhaus sichtbar. Ein Wiederaufbau wurde in der Vergangenheit vorgeschlagen, doch keine konkreten Maßnahmen wurden umgesetzt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Stadttor
- Ort
- Stralsund
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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