📷 Bild: Wikimedia Commons
Franziskanerkloster Stralsund, genannt Johanniskloster
Kloster in Deutschland
Das Johanniskloster in Stralsund ist ein ehemaliges Franziskanerkloster, das 1254 errichtet wurde und sich im historischen Zentrum der Stadt befindet. Es liegt im UNESCO-Welterbegebiet „Historische Altstädte Stralsund und Wismar“ und ist architektonisch eine Mischung aus Gotik, Barock und Klassizismus. Der Eingang ist in der Schillstraße, und die Anlage umfasst verschiedene Gebäude und Räume, die bis heute genutzt werden. Das Kloster war bis zur Reformation ein Zentrum der Franziskaner und spielte eine wichtige Rolle in der sozialen Versorgung. Nach der Reformation wurde es zum Armenhaus umfunktioniert und diente als Krankenstube, Kinderstube und Lagerplatz. Im 17. Jahrhundert wurde die kleine Johanniskirche errichtet, und im 19. Jahrhundert wurde eine Taubstummenanstalt eingerichtet. Die Anlage wurde mehrfach zerstört und wieder aufgebaut, zuletzt nach dem Zweiten Weltkrieg. Heute ist das Kloster geschlossen und wird einer umfassenden Renovierung unterzogen, um die historischen Räume und Wandmalereien zu erhalten. Der Innenhof beherbergt eine Nachbildung der Pietà von Ernst Barlach, und die Anlage wird in mehreren Phasen wieder zugänglich gemacht. Die Restaurierungsarbeiten umfassen auch die Sicherung von Archivalien und Bibliotheksbeständen.
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- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Stralsund
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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