📷 Bild: Wikimedia Commons
Isel
Die Isel entspringt in 2400 Metern Höhe dem Umbalkees in der Venedigergruppe der Hohen Tauern und fließt ostwärts durch das Umbaltal, das als Kerbtal tief in die Landschaft eingeschnitten ist. Nach etwa fünf Kilometern bildet sie einen kleinen See, bevor sie mehrere Gefällstufen mit den markanten Umbalfällen überwindet. Im Virgental nimmt sie bei Matrei den Tauernbach auf und wird zur Großen Isel, die sich durch das nun Iseltal genannte Tal in südöstlicher Richtung schlängelt. Bei Lienz mündet sie nach 57,26 Kilometern in die Drau, die hier weniger Wasser führt als die Isel selbst. Der Fluss überwindet auf seinem Weg ein Gefälle von 1730 Metern und entwässert ein Einzugsgebiet von über 1200 Quadratkilometern. Mehr als 80 Nebenflüsse speisen ihn, darunter Schwarzach und Kalserbach. Besonders bekannt sind die Umbalfälle, die als touristisches Ziel in den Hohen Tauern gelten. Das Tal zeigt geologisch unterschiedliche Formationen: Im Oberlauf prägen kristalline Schiefer das Bild, während im unteren Virgental metamorphen Kalk- und Dolomitgesteine vorherrschen. Südlich von Matrei bestimmen Schotter und Sande den Talboden. Entlang des Flusses wechseln sich landwirtschaftlich genutzte Flächen, Nadelwälder und Auwälder ab. Im Oberlauf dominieren alpine Rasengesellschaften und almwirtschaftlich genutzte Bereiche, während das untere Iseltal weite Schotterflächen mit Auensukzessionen aufweist. Die Isel ist ein wichtiger Lebensraum für Fische wie Regenbogenforellen, Äschen und Huchen. Teile des Oberlaufs liegen in der Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern, während der Fluss unterhalb von Huben durch mehrere Gewässerschutzzonen fließt.
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