📷 Bild: Wikimedia Commons
Wildganshof
Kommunaler Wohnbau in Landstraße (50824)
Der Wildganshof ist ein Gemeindebau im 3. Wiener Gemeindebezirk, der zwischen 1931 und 1933 errichtet wurde. Er war eines der letzten großen Bauprojekte des „Roten Wien“ und wurde nach dem Dichter Anton Wildgans benannt. Die Anlage umfasste ursprünglich 829 Wohnungen und ist durch langen, geschlossenen Fassaden sowie zwei diagonal gelegene Durchbrüche gekennzeichnet, die Überreste einer geplanten Schnellbahnlinie darstellen. Der Wildganshof war während des Februaraufstandes 1934 Schauplatz militärischer Auseinandersetzungen und wurde am 14. Februar von Einheiten des Bundesheers eingenommen. Im Inneren der Anlage gibt es begrünte Innenhöfe und schlichte Fassaden. Die Westfassade ist mit einem Terrakotta-Relief geschmückt, das während des Nationalsozialismus angebracht und später übermalt wurde. In einem Innenhof steht eine Büste von Anton Wildgans, die von Alfons Riedel geschaffen wurde. Der Wildganshof bildet einen eigenen Zählbezirk mit zwei Zählsprengeln, der laut Volkszählung 2001 2271 Einwohner hatte. Die Anlage ist durch ihre historische Bedeutung und architektonische Gestaltung sowie die vorhandenen Innenhöfe und Reliefs geprägt. Die Lage im 3. Bezirk und die Verbindung zur Landstraßer Hauptstraße tragen zur Struktur der Anlage bei.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Gemeindebau, Mehrfamilienwohnhaus
- Ort
- Landstraße
- Adresse
- Grasbergergasse 4
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
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