📷 Bild: Wikimedia Commons
Nuraghe Genna Maria
Die Nuraghe Genna Maria ist ein bronzezeitlicher Nuraghenkomplex auf Sardinien. Er befindet sich in der Region Marmilla auf einem 408 Meter hohen Geländesporn westlich des Ortes Villanovaforru. Nuraghen sind charakteristische Turmbauten der Bonnanaro-Kultur und der folgenden Nuraghenkultur, die zwischen 2200 und 400 v. Chr. auf der Insel entstanden. Der Komplex besteht aus einem zentralen Turm, der um 1350 v. Chr. errichtet wurde, und drei später angebauten Tholoi um 1000 v. Chr. Später wurde eine sechseckige Außenmauer hinzugefügt, die einen Innenhof mit Fundamenten ehemaliger Hütten umschließt. Diese stammen aus der Eisenzeit um 800 v. Chr., einer Phase mit geometrischer Keramikverzierung. Nach einem Brand im 8. Jahrhundert v. Chr. wurde die Anlage verlassen, doch in punischer Zeit diente der Nuraghe als Heiligtum für Fruchtbarkeitskulte. Vor Ort sind die erhaltenen Mauerreste bis zu drei Meter hoch von einer üppigen Vegetation umgeben. Kiefern, Steineichen, Wacholder und Macchie prägen das Bild. Die Ausgrabungen brachten Funde wie Keramiken, Mahlsteine und Getreidebehälter zutage, die im Museum von Villanovaforru gezeigt werden.
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