Justizanstalt Graz-Karlau

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Justizanstalt Graz-Karlau

Die Justizanstalt Graz-Karlau liegt im Grazer Stadtbezirk Gries und ist eine von zwei Strafvollzugsanstalten der Stadt. Mit 522 Haftplätzen zählt sie zu den größten Einrichtungen dieser Art in Österreich. Ursprünglich als Jagdschloss im 16. Jahrhundert erbaut, diente sie später als Kriegsgefangenenlager und wurde schließlich zum Provinzialstrafhaus umfunktioniert. Heute beherbergt sie vor allem männliche Häftlinge mit Freiheitsstrafen von über drei Jahren bis zu lebenslanger Haft sowie Inhaftierte des Maßnahmenvollzugs. Die Anstalt zeichnet sich durch besonders hohe Sicherheitsstandards aus, darunter eine 1000 Meter lange, stacheldrahtbewehrte Außenmauer mit Videoüberwachung. Innerhalb des Geländes sorgen 128 Kameras, Bewegungsmelder und ein elektronisches System für zusätzliche Sicherheit. Die Außenmauer ist seit 2008 künstlerisch gestaltet, etwa durch ein 300 Meter langes Wandbild des Grazer Künstlers Viktor Kröll, das aus schwarzen Punkten besteht und als längstes Wandbild Österreichs gilt. Vor Ort prägen massive Backsteinbauten und ein zentraler Turm das Bild der Anlage. Die Gänge sind durch Gitter abgetrennt, und besonders gefährliche Häftlinge werden in doppelt gesicherten Hafträumen untergebracht. Die Geschichte der Anstalt reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück und ist geprägt von Umbauten und historischen Ereignissen, darunter die Unterrichtung österreichischer Henker in Hinrichtungsmethoden durch den britischen Scharfrichter Albert Pierrepoint.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

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