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Palais Hessen-Rotenburg

nicht erhaltene Stadtresidenz der paragierten Landgrafen von Hessen-Rotenburg in Kassel

Das Palais Hessen-Rotenburg in Kassel war die Residenz der Landgrafen von Hessen-Rotenburg. Es stand an der Südostecke der Einmündung der Oberen Königsstraße und wurde 1769 im Auftrag des Landgrafen Konstantin von Hessen-Rotenburg errichtet. Das dreigeschossige Gebäude hatte eine Rokokofassade mit ornamentalen Details und war als „Pariser Bauart“ bekannt. Ein Seitenflügel am Königsplatz war ursprünglich ein eigenständiges Gebäude. Das Palais wurde 1806 aus politischen Gründen an Napoleon’s Bruder Jérôme abgegeben, um eine Schuld zu tilgen. Nach der Restitution 1813 kam es in den Besitz des kurhessischen Staates und diente als Verwaltungsgebäude. Von 1867 bis 1882 war es Amtsgebäude der preußischen Regierung. 1911 wurde es abgerissen, und an seiner Stelle stand das Commerzbank-Haus. Es war bis dahin das älteste Gebäude am Königsplatz. Das Palais war Teil der städtebaulichen Verbindung zum Weißen Palais am Friedrichsplatz. Es war Teil der Neugestaltung des Königsplatzes durch Simon Louis du Ry. Die Hauptfront lag an der Königsstraße, und der Seitenflügel wurde bis 1833 verlängert. Die Fassade und der Bau stellten eine hierarchische Geschossgliederung mit einer Beletage dar. Die Geschichte des Palais ist eng mit der politischen Entwicklung Kassels verbunden.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Schloss
Ort
Kassel

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