📷 Bild: Wikimedia Commons
Französisches Komödienhaus
Theater in Deutschland
Das Französische Komödienhaus stand auf dem Gendarmenmarkt in Berlin, einem Platz, der ursprünglich von Pferdeställen des Kürassierregiments genutzt wurde. Es wurde von König Friedrich II. im Jahr 1774 errichtet, um französischen Hofschauspielern eine feste Spielstätte zu bieten. Das Gebäude lag nicht in der geometrischen Mitte des Platzes, sondern etwas zur Jägerstraße versetzt, und bot mit einem Saal für etwa 1000 Zuschauer Platz. Das Theater war Teil der kulturellen Entwicklung Berlins und bot französischen Spielplan an, wobei hauptsächlich Hofmitglieder die Vorstellungen besuchten. Es stand in Kontrast zum deutschsprachigen Theater, das auf behelfsmäßigen Bühnen agierte und sich durch Eintrittsgelder finanzierte. Während das Französische Komödienhaus staatliche Subventionen erhielt, wurde das deutsche Theater erst durch die Gründung des Nationaltheaters im Jahr 1786 stärker gefördert. Das Komödienhaus wurde 1802 abgerissen, nachdem es acht Jahre lang leer stand. Sein Platz wurde durch das Schauspielhaus ersetzt, das heute noch besteht. Das Nationaltheater, das 1802 eröffnet wurde, markierte den Aufstieg des deutschsprachigen Theaters in Berlin.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Theatergebäude
- Ort
- Bezirk Mitte
- Erbaut
- 1774
- Architekt
- Jan Bouman
In der Nähe
- Konzerthaus Berlin0 m
- Königliches Nationaltheater11 m
- Schiller-Denkmal32 m
- Gendarmenmarkt38 m
- Französischer Dom93 m
- Hugenottenmuseum Berlin92 m
QR-Code