📷 Bild: Wikimedia Commons
Haus Leythe
Burg in Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Haus Leythe war eine Wasserburg aus dem Mittelalter, die am Leither Mühlenbach in der Middelicher Straße 72 in Gelsenkirchen-Erle stand. Die Burg wird erstmals 1371 urkundlich erwähnt und war ein Lehnsmannsitz der Kölner Erzbischöfe. Sie blieb bis 1723 in der Familie von Backum und später in der Familie von Nesselrode-Reichenstein. Die Anlage umfasste eine Hauptburg und eine dreiflügelige Vorburg, wobei das Herrenhaus im Renaissancestil errichtet wurde. Im Inneren befindet sich ein seltenes Ständerfachwerk, das 1992 restauriert wurde. Die Geschichte von Haus Leythe ist geprägt von Veränderungen und Verlusten. Ein Schadfeuer 1820 zerstörte das Herrenhaus, und ab 1823 stand nur noch ein Pächterhaus. Die Zeche Graf Bismarck übernahm später Teile des Grundbesitzes und begann mit der Kohleförderung. Brande im 19. und 20. Jahrhundert zerstörten weitere Teile der Anlage, doch die ursprüngliche Struktur blieb erkennbar. 2002 wurde ein neues Clubhaus an der Stelle des Schweinestalls errichtet, wobei Spolien des Renaissancebaus im Restaurant präsentiert werden. Besucher können die Reste der Wasserburg und die Anlage der Vorburg erkunden. Die ursprüngliche Anordnung der Gebäude ist noch sichtbar, und im Eingangsbereich des Club-Restaurants sind Spolien des Renaissancebaus ausgestellt. Die Anlage umfasst auch Zwischengräfte und einen Schafstall, der bis 1955 bestand. Die Umgebung umfasst den Leither Mühlenbach und die Middelicher Straße, wobei die historischen Spuren der Burg gut erhalten sind.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Burg
- Ort
- Stadtbezirk Gelsenkirchen-Ost
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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