📷 Bild: Wikimedia Commons
Napoleonschanze
Überbleibsel der Schanze aus der französischen Besatzungszeit Norderneys
Die Napoleonschanze auf der Insel Norderney ist eine erhaltene Festungsanlage aus dem Jahr 1811. Sie liegt am südöstlichen Rand der Stadt und wird von der Mühlenstraße, Gartenstraße und Marienstraße begrenzt. Der westliche Teil der Anlage umfasst einen Schwanenteich und den Kurpark. Die Anlage war Teil der französischen Besatzungsmacht und diente der Durchsetzung der Kontinentalsperre. Sie wurde mit vier Kanonen bestückt und beherbergte Unterkünfte und eine Bäckerei. Die Schanze war bis 1813 in Betrieb und spielte eine Rolle bei der Bekämpfung des Schmuggels. Sie war Teil der Département Ems-Oriental, das zu dieser Zeit unter französischer Herrschaft stand. Die Anlage folgte zum Teil dem natürlichen Küstenverlauf und wurde im 19. Jahrhundert durch Landgewinnung vergrößert. Heute ist sie ein Denkmal und Teil der Landschaft Norderneys. Die Napoleonschanze umfasst eine Waldkirche, die 1912 errichtet wurde und als zweite Predigtstätte dient. Auf einem Hügel steht ein Kriegerdenkmal aus dem Jahr 1930, das die Namen der im Ersten Weltkrieg gefallenen Norderneyer trägt. Die Anlage ist Teil des Denkmalatlases Niedersachsens und bietet Ausblicke auf die Umgebung sowie Räume für Besucher.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Monument, Schanze
- Ort
- Norderney
- Erbaut
- 1813
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Niedersachsen
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