📷 Bild: Wikimedia Commons
Höhlenburg Wichenstein
Höhlenburgruine in Oberriet im Kanton St. Gallen, Schweiz
Die Höhlenburg Wichenstein ist eine Ruine westlich von Oberriet, am Osthang des Semelenbergs im Kanton St. Gallen. Sie besteht aus den Überresten einer Höhlenburg, darunter eine vierstöckige Frontmauer von 2,1 Meter Dicke, die eine etwa 15 Meter tiefe Höhle verdeckt. Die Anlage ist über einen Wanderweg erreichbar und kann durch eine Mauerlücke betreten werden. Die Burg wurde im 13. Jahrhundert durch das Geschlecht Wichenstein genutzt, wobei ihre Errichtung nicht sicher belegt ist. 1368 wurde eine Urkunde auf Wichenstein verfasst, und 1405 wurde die Anlage von aufständischen Appenzellern zerstört. Die Abtei St. Gallen erwarb die Burg 1486, und sie wurde ab dann als Ruine bezeichnet. Restaurierungen fanden 1943 und 1976–1977 statt, wobei mittelalterliche Keramik und Tierknochen gefunden wurden. In der Umgebung der Höhlenburg ranken sich zahlreiche Sagen. Eine davon erzählt von drei Rittern, deren Seelen nach ihrem Tod in schwarze Hunde verwandelt wurden und um Wichenstein herum spukten. Eine weitere Sage beschreibt Rofahans von Oberriet, der in der Ruine altertümlich gekleidete Herren traf, die ihm eine Kiste mit Geld anboten, allerdings nur, wenn er eine Kröte entfernte. Die Kröte blies sich so auf, dass Rofahans flüchten musste.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte, Höhlenburg, Burgruine
- Ort
- Oberriet
- Denkmalstatus
- Schweizer Kulturgut der Klasse A von nationaler Bedeutung
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