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Comagena

Denkmalgeschütztes Objekt in Tulln an der Donau (25011)

Das römische Reiterkastell Comagena liegt im heutigen Tulln an der Donau in Niederösterreich. Seine Überreste verteilen sich auf den Marc-Aurel-Park und das Gelände des ehemaligen Landeskrankenhauses, während der nördliche Teil durch den Fluss abgetragen wurde. Seit 2021 gehört das Bodendenkmal zum UNESCO-Weltkulturerbe Donaulimes. Die strategische Lage ermöglichte die Kontrolle einer wichtigen Donau-Furt und bot einen weiten Blick über das Tullnerfeld. Die Bedeutung des Kastells zeigt sich in seiner langen Geschichte von der Errichtung als Holz-Erde-Lager Ende des 1. Jahrhunderts bis zum Ausbau in Stein Anfang des 2. Jahrhunderts. Es diente als Stützpunkt der Donauflotte und beherbergte Reitertruppen wie die ala I Commagenorum, benannt nach ihrem Herkunftsgebiet in Kleinasien. Funde wie eine Mithras-Reliefplatte und eine Bauinschrift belegen seine Verbindung zu antiken Quellen, die Comagena unter verschiedenen Namen erwähnen. Vor Ort lässt sich die Vergangenheit im Marc-Aurel-Park erahnen, wo archäologische Spuren des einstigen Lagers sichtbar sind. Die Umgebung mit dem Tullnerfeld und der Donau bietet einen Rahmen, der die historische Rolle des Kastells als militärischer und ziviler Knotenpunkt nachvollziehbar macht. Die Nähe zur Stadt Tulln ermöglicht einen Besuch im Kontext der heutigen Landschaft.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
römisches Militärlager
Ort
Tulln an der Donau
Adresse
Altstadt
Denkmalstatus
Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich

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