📷 Bild: Folkerts Architekten · Copyrighted free use · Wikimedia Commons
Česká Ves
ehemalige Gemeinde in Tschechien
Česká Ves (deutsch Böhmischdorf) war ein erloschener Ort in der Gemeinde Lesná im Okres Tachov. Das Dorf lag im Tal eines linken Zuflusses des Celní potok am Rande eines Waldgebietes im böhmischen Teil des Oberpfälzer Waldes. Es befand sich zweieinhalb Kilometer nordöstlich von Georgenberg nahe der deutschen Grenze. Die Wüstung liegt in einer abgesiedelten Gegend im Landschaftsschutzgebiet Český les. Das Dorf war bis ins 19. Jahrhundert dem Gut Waldheim untertänig und hatte eine kleine Bevölkerung. 1835 lebten 622 deutschsprachige Einwohner in 63 Häusern. Die Haupterwerbsquellen waren die Arbeit in der Glashütte sowie Schleif- und Polierwerke. Die Gemeinde wurde 1946 enteignet und vertrieben, und der Ort wurde nach dem Zweiten Weltkrieg nicht wiederbesiedelt. 1950 bestand Česká Ves aus 24 Häusern, in denen lediglich eine Person lebte. Heute sind nur Weideland und Mauerreste des Dorfes vorhanden. Ein Schmelzhafen, der 1990 aus einem verbrochenen Keller geborgen wurde, wurde dem Museum in Tachov übergeben. Die Region um Česká Ves ist geprägt von hohen Bergkämmen und Waldgebieten. Die Nachbarorte umfassen Josefovo Údolí, Zlatý Potok, Stoupa und andere. Die Gegend ist Teil des Landschaftsschutzgebietes Český les.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Wüstung, Katastralgemeinde in Tschechien
- Ort
- Lesná u Tachova
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