📷 Bild: Wikimedia Commons
Bazas
französische Gemeinde
Bazas liegt in den sanften Hügeln am Fuße der Wälder der Landes de Gascogne, etwa 80 Meter hoch und etwa 15 Kilometer südlich von Langon. Der Ort wird vom Fluss Beuve durchquert und ist gut 60 Kilometer südöstlich von Bordeaux gelegen. Er war bis zum Ende des 18. Jahrhunderts Bischofssitz und liegt am Jakobsweg (Via Lemovicensis) nach Santiago de Compostela. Der Name leitet sich von civitas basatica ab, was „Stadt der Vasaten“ bedeutet. Der antike Name war Cossium, eine Latinisierung des aquitanischen *koiz. Bazas war seit der Eisenzeit eine befestigte Siedlung und besaß eine Mauer mit monumentalen Toren, was ihr militärische Bedeutung verschaffte. Als Sitz eines Präsidialgerichts hatte es administrative und rechtliche Funktionen. Die Stadt war während des Hundertjährigen Krieges zwischen Frankreich und England umkämpft und gehörte ab 1441 wieder zu Frankreich. Im Jahr 1562 eroberten Hugenotten die Stadt, und Ludwig XIV. übernachtete hier nach seiner Heirat mit Maria Teresa von Spanien. Die Kathedrale Saint-Jean-Baptiste ist das wichtigste Bauwerk der Stadt und ein Monument historique. Sie wurde im 11. und 14. Jahrhundert errichtet und in den Jahren 1583 bis 1605 wieder aufgebaut. Die Kathedrale ist Teil des Weltkulturerbes der UNESCO und beherbergt eine Reliquie mit dem Blut Johannes des Täufers. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der bischöfliche Garten, das Gisquet-Tor, das ehemalige Präsidialgericht und die Markthalle im Rathaus. Bekannte Persönlichkeiten aus der Region sind Clemens V., Arnaud de Pontac und François Mauriac.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Gemeinde in Frankreich
- Ort
- Gironde
- Seehöhe
- 123 m
- Website
- http://www.ville-bazas.fr
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