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Ahornboden
Der Große und der Kleine Ahornboden sind zwei geschützte Almböden im Karwendelgebirge, das sich zwischen Tirol und Bayern erstreckt. Der Große Ahornboden liegt im Talschluss des Rißtals nahe der Ortschaft Eng auf etwa 1.080 bis 1.300 Metern Höhe und gehört zum Gemeindegebiet von Vomp. Seit 1927 als Naturdenkmal ausgewiesen, umfasst das Gebiet heute 267 Hektar und ist Teil des Naturparks Karwendel. Besonders auffällig sind die etwa 300 bis 600 Jahre alten, knorrigen Berg-Ahorne, von denen 1966 rund 2.400 gezählt wurden. Die einzigartige Vegetation entstand durch natürliche Gegebenheiten und jahrhundertelange Almwirtschaft. Nach der letzten Eiszeit füllte der Enger Grundbach die Talsohle mit Schotter auf, den der Bergahorn dank seines Wurzelwerks nutzte. Die traditionelle Bewirtschaftung seit dem 12. Jahrhundert förderte das Wachstum der Ahornbestände. Die alten Bäume bieten Lebensraum für Moose, Flechten und seltene Arten wie das Rudolphis Trompetenmoos, während Höhlenbrüter wie Spechte und Fledermäuse hier nisten. Der Große Ahornboden ist von Mai bis Oktober über eine Mautstraße von Hinterriß aus erreichbar, im Winter bleibt sie gesperrt. Der Kleine Ahornboden liegt südöstlich im Johannestal auf etwa 1.400 Metern und ist von Hinterriß oder dem Karwendelhaus aus zu Fuß oder mit dem Mountainbike erreichbar. Ein Denkmal für den Karwendel-Erschließer Hermann von Barth erinnert am Rand des Gebiets an die menschliche Geschichte. Beide Böden entwässern über den Rißbach und dessen Zufluss Johannesbach, wobei das Wasser später in Bayern zur Energiegewinnung genutzt wird.
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