Palais Lüttichau
ehemaliges Palais in Dresden
Das Palais Lüttichau war ein klassizistisches Wohnhaus in Dresden, Zinzendorfstraße 11, in der Pirnaischen Vorstadt. Es wurde 1830 nach Entwurf von Joseph Thürmer für Wolf Adolf August von Lüttichau errichtet und stand dem Palais der Sekundogenitur fast axial gegenüber. Das Gebäude war ein zweigeschossiger Mauerwerksbau mit flach geneigtem Walmdach und einer verputzten Fassade mit horizontalen Gliederungen. Das Palais zählt zu den wenigen rein klassizistischen Bauten Dresdens und wird als „einer der wichtigsten klassizistischen Wohnbauten“ und „der bedeutendste spätklassizistische Privatbau“ bezeichnet. Es zeigte stilistische Ähnlichkeiten mit den Werken von Peter Joseph Krahe und Friedrich Weinbrenner. Hugo Erfurth nutzte das Haus als Atelier und betrieb dort eine Lichtbildnerei sowie eine Kunsthandlung, in der Werke von Kokoschka, Nolde und Bauhaus-Künstlern ausgestellt wurden. Das Gebäude war ursprünglich in der Lange Gasse, später in der Lange Straße und ab 1892 in der Zinzendorfstraße gelegen. Es wurde 1945 zerstört und stand bis in die 1950er Jahre als Ruine. Das Grundstück ist seitdem eine Grünfläche. Die Umgebung um das Palais zeichnete sich durch moderne Mehrfamilienwohnhäuser aus, die es anachronistisch wirken ließen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Palast, zerstörtes Gebäude oder Bauwerk
- Ort
- Dresden
In der Nähe
- Palais der Sekundogenitur126 m
- Palais Kaskel-Oppenheim140 m
- Mozartbrunnen (Dresden)176 m
- Körnerdenkmal203 m
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