St. Stephanus (Beckum)

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St. Stephanus (Beckum)

Kirchengebäude und ehemaliges Kloster in Beckum

Die Kirche St. Stephanus in Beckum ist eine der ältesten Pfarrkirchen im Münsterland und wurde erstmals 1134 urkundlich erwähnt. Sie war 1267 Sitz eines Kollegiatkapitels, das 1811 aufgelöst wurde. 1967 wurde sie zur Propsteikirche erhoben. Die Kirche hat eine reiche Baugeschichte mit drei Vorgängerbauten, wobei der heute noch bestehende Kirchturm aus dem 13. Jahrhundert stammt. Archäologische Grabungen zeigten, dass bereits im 8. Jahrhundert eine Siedlung und eine Saalkirche existierten. Der Friedhof, bis 1819 genutzt, enthält Bestattungen aus dem 8./9. Jahrhundert sowie Funde wie Blumenkronen und ein Pilgerhorn. Die Kirche besitzt eine reiche Ausstattung, darunter acht Apostelfiguren aus Sandstein von August Schmiemann, die 1879 geschaffen wurden. Die Kreuzwegstationen im Seitenschiff stammen von Heinrich Fleige und zeigen zeitgeschichtliche Bezüge. Der Goldschrein aus der Zeit um 1230 gilt als bedeutendstes Kunstwerk der Kirche. Die Orgel, erbaut 1913, ist die größte erhaltene spätromantische Orgel Westfalens. Das Geläut besteht aus 12 Glocken, darunter zwei neu gegossene im Jahr 2013. Ein 20-stimmiges Carillon wurde 2013 eingebaut, und seit 2009 gibt es Uhrschlagglocken.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Kirchengebäude, Kloster, religiöse Gemeinschaft
Ort
Beckum
Baustil
Gotische Architektur
Denkmalstatus
Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen

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