Schwesternhaus Blumenthal, Beckum
ehemaliges Augustinerinnenkloster in der Stadt Beckum (Nordrhein-Westfalen)
Das ehemalige Kloster Blumenthal war ein Augustinerinnenkloster in Beckum, das 1446 gegründet und 1814 aufgehoben wurde. Es stand zunächst außerhalb der Stadtmauern, wurde aber 1451 innerhalb der Stadt an der Südpforte neu gebaut. Die Schwestern lebten nach der Augustinusregel und waren meist bürgerlichen Standes. Das Kloster wurde 1657 durch einen Stadtbrand zerstört, und der Wiederaufbau gelang erst 1662, doch der wirtschaftliche Niedergang blieb nicht aufzuhalten. Das Kloster blieb bis 1814 bestehen, wobei die Schwestern 1807 versucht wurden, nach Ahlen umzusiedeln. Die letzte Mutter des Klosters war Maria Elisabeth Breckenheimer, die bis 1814 leitete. Die Aufhebung erfolgte am 29. März 1814. Die Mütter des Klosters wurden von 1459 bis 1814 namentlich genannt, wobei die letzte Mutter 1814 starb. Heute steht das Dormitorium, ein aus dem 15. Jahrhundert stammendes Gebäude, im Zentrum von Beckum. Es wurde 2009 renoviert und als Heimat- und Familienarchiv genutzt. Die Maria-Blumenthal-Glocke, die 2008 gegossen wurde, erinnert an das Kloster und klingt eine Oktave höher als die Marienglocke von 1647. Die ehemaligen Klostergebäude sind Teil der Stadtgeschichte Beckums und werden heute in verschiedenen Archiven und Vereinen weiterhin dokumentiert.
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- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Beckum
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