📷 Bild: Wikimedia Commons
Mader Heide
Kultstätte bei Gudensberg in Nordhessen
Die Mader Heide liegt unweit von Maden bei Gudensberg in Nordhessen und ist Teil der Gudensberger Kuppenschwelle. Sie befindet sich nordöstlich von Maden zwischen den Basaltkuppen Ittersberg, Schanzenkopf, Mader Stein und Lamsberg. Die Ebene wurde bis in die Neuzeit als Versammlungsort der hessischen Landstände genutzt. 1247 fand hier die Bestätigung der Erbansprüche durch den Deutschen Orden und den hessischen Adel statt, was den thüringisch-hessischen Erbfolgekrieg auslöste. 1627 erzwangen die Landstände auf der Heide die Übergabe der Regentschaft an Wilhelm von Hessen. Die Mader Heide war bereits in der jungsteinzeitlichen Zeit besiedelt und wurde bis in die Gegenwart als Kult- und Versammlungsort genutzt. 1397 wurde sie als Malstätte beschrieben, und 2015 wurde ein nachempfundener Thingplatz am Schanzenberg angelegt. Archäologische Grabungen von 1709 bis 1925 ergaben Funde aus verschiedenen Epochen, darunter Steinbeile, Körpergräber und Scherben. Die Besiedlung reicht von der Rössener Kultur bis zur germanischen Zeit und zeigt eine ununterbrochene Nutzung der Region. Die Mader Heide bietet Räume für historische Reflexionen und Ausblicke auf die umliegenden Basaltkuppen. Der Wegweiser in Maden führt direkt zur Stätte, und die Landschaft um die Heide ist geprägt von den Kuppen Ittersberg, Schanzenkopf und Lamsberg. Die Region ist Teil der Gudensberger Kuppenschwelle und wird von der Bundesstraße 254 durchquert, die in Richtung Maden verläuft. Die Umgebung lädt zu einer Wanderung durch die historische Landschaft ein.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte, Kultstätte
- Ort
- Gudensberg
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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