Grubenhaussiedlung in Norderbrarup
archäologische Stätte in Schleswig-Holstein
Die Grubenhaussiedlung in Norderbrarup besteht aus acht Fundamenten frühmittelalterlicher Grubenhäuser und wurde im März 2022 entdeckt. Sie liegt in der Gemeinde Norderbrarup, unweit der Marienkirche, die um das Jahr 1200 datiert wird. Die Siedlung wird auf das 9. bis 10. Jahrhundert zurückgeführt und gilt als der bedeutendste Fundplatz in der Landschaft Angeln. Die Ausgrabungen wurden durch das Landesamt Schleswig-Holstein geleitet, mit Andreas Selent als Grabungsleiter. Die Ausgrabung ergab Hinweise auf eine Wohnsiedlung aus der Wikingerzeit, die vor allem als Werkstätten diente. Dabei wurden Metallgegenstände, Webgewichte und Spinnwirtel gefunden, die Textilherstellung belegen. Ein Kugelzonengewicht deutet auf Handelstätigkeit hin. Zudem wurde ein Hallenhaus aus späterer Zeit entdeckt, das die siedlungsgeschichtliche Verbindung zur romanischen Marienkirche herstellt. Die Funde tragen zur Erforschung der Siedlungsgeschichte der Region bei. Die Grubenhaussiedlung bietet Einblick in die Lebensweise und Handelsaktivitäten der Wikingerzeit. Die Funde umfassen Werkzeuge für Textilherstellung sowie Hinweise auf ein Hallenhaus, das die Verbindung zur Marienkirche zeigt. Die Ausgrabungen ergaben wichtige Erkenntnisse über die Siedlungsgeschichte der Umgebung und die kulturelle Entwicklung der Region. Die Siedlung ist ein bedeutender Fundplatz für die Forschung zur Wikingerzeit und der frühen Siedlungsgeschichte.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Norderbrarup
In der Nähe
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