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Thorsberger Moor
Moor und eisenzeitlicher Mooropferplatz
Das Thorsberger Moor liegt im nördlichen Gemeindegebiet von Süderbrarup in Schleswig-Holstein und zählt zu den bedeutendsten archäologischen Fundplätzen Nordeuropas. Es handelt sich um ein germanisches Opfermoor aus der römischen Kaiserzeit, das im 19. Jahrhundert durch systematische Ausgrabungen bekannt wurde. Das Moor ist umgeben von bronzezeitlichen Grabhügeln und wikingerzeitlichen Siedlungsspuren und wurde durch Torfabbau stark gestört. Die Ausgrabungen von Helvig Conrad Engelhardt im 19. Jahrhundert brachten zahlreiche Funde zutage, darunter Waffen, Metallgegenstände und runenbeschriftete Objekte. Die Funde stammen aus verschiedenen Epochen, wobei die Kernzeit der Opfergaben zwischen dem 1. Jahrhundert v. Chr. und dem frühen 5. Jahrhundert n. Chr. liegt. Die Waffenopfer aus dem 3. und 4. Jahrhundert n. Chr. deuten auf innergermanische Konflikte und möglicherweise auf die Völkerwanderung hin. Die Funde belegen den römischen Einfluss weit über die Grenzen des Imperiums hinaus. Im Moor wurden runenbeschriftete Gegenstände wie Schwertbeschläge, Schildbuckel und Ortblech gefunden, die sowohl kulturelle als auch kultische Bedeutung haben. Die Inschriften sind in verschiedenen Schreibrichtungen und Schriftformen verzeichnet, was die Interpretation erschwert. Die Funde sind in verschiedenen Museen in Schleswig-Holstein, Dänemark und Berlin aufbewahrt und dokumentieren die Bedeutung des Moors für die germanische Geschichte.
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- Art
- Archäologische Stätte, Moor
- Ort
- Süderbrarup
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