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Hartbach
Der Hartbach, auch Reichersberger Bach genannt, ist ein kleiner Nebenfluss des Inns im oberösterreichischen Bezirk Ried. Er entspringt in der Gemeinde St. Martin im Innkreis und fließt nordwestlich durch Sindhöring und Hart, bevor er sich nach etwa 9,5 Kilometern bei Reichersberg in die Innauen ergießt. Diese liegen zwischen den Kraftwerken Egglfing-Obernberg und Schärding-Neuhaus. Der Bach hat eine bewegte Geschichte: Schon im 11. Jahrhundert lenkten die Chorherren des Stifts Reichersberg seinen Unterlauf um und gestalteten ihn mäandrierend, um das Stift und seine Felder zu versorgen. Auch der Oberlauf wurde durch künstliche Mäander und Verbindungen zur Antiesen für Bewässerung und Energie genutzt. Ein besonderes Bauwerk ist das „Eiserne Schiene“ genannte Wehr bei St. Martin, das seit dem Hochmittelalter Wasser zum Hartbach umleitet. Die Entwässerung der feuchten Wiesen um Schloss Arco-Zinneberg geht ebenfalls auf diese Epoche zurück. Am Mündungsbereich des Hartbachs erstreckt sich eines der bedeutendsten Naturschutzgebiete Österreichs. Das Europaschutzgebiet Unterer Inn umfasst Feuchtwiesen, Auwälder und Auen, die als Lebensraum für seltene Vogelarten und Pflanzen dienen. Die Hartbach-Mündung bildet die Südgrenze des Nordabschnitts dieses Schutzgebiets, das zwischen Reichersberg und Obernberg verläuft.
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