Saint-Gobain
Saint-Gobain liegt am Nordwestrand des Höhenzugs Chemin des Dames, 20 Kilometer westnordwestlich von Laon und 30 Kilometer südlich von Saint-Quentin. Der Ort ist von Wald und Fluss umgeben, die westliche Grenze verläuft entlang des Flüsschens Servais. Die Nachbargemeinden umschlingen Saint-Gobain in allen Richtungen, von Deuillet im Norden bis zu Servais im Nordwesten. Die Gemeinde ist Teil des Arrondissements Laon und des Kantons Tergnier. Der Name Saint-Gobain geht auf einen irischen Mönch namens Goban zurück, der im 7. Jahrhundert in der Region missionierte. Laut Legende entstand das Dorf um den Ort, an dem er einen Stock in den Boden stieß und eine Quelle entdeckte. Die Stelle seiner Hinrichtung im Jahr 670 wurde zu einer Wallfahrtsstätte. Später wurde der Wald zum Jagdgebiet Karls des Großen und später zur Glasproduktion. Die industrielle Entwicklung begann im 13. Jahrhundert mit der Burg von Saint-Gobain und erreichte ihren Höhepunkt mit der Gründung der Compagnie de Saint-Gobain. Saint-Gobain ist bekannt für seine historischen Bauwerke wie die Kirche aus dem 12. Jahrhundert und das monumentale Portal der ehemaligen Glasfabrik. Die ehemalige Glasfabrik von Charles-Fontaine ist seit 1928 als Monument historique eingestuft. Der Ort umgibt ein Waldgebiet, das heute Staatsdomäne ist und als Naherholung dient. Die Gemeinde setzt nach der Stilllegung der Glasproduktion auf Tourismus und nutzt die historischen und natürlichen Sehenswürdigkeiten als Wirtschaftsfaktor.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.
- Einwohner
- 2.288
- Fläche
- 29,73 km²
- Seehöhe
- 207 m
- Bezirk
- Aisne
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