Wien

Zwischenbrücken

Zwischenbrücken ist heute ein historischer Bezirksteil Wiens, der sich auf die Gemeindebezirke Leopoldstadt und Brigittenau erstreckt. Das Gebiet liegt im Osten der Brigittenau, im Norden der Leopoldstadt und am Ufer der Donau in Floridsdorf. Früher reichte es bis in den heutigen 21. Bezirk, doch durch die Donauregulierung zwischen 1870 und 1875 wurde ein Teil des Ortes zugunsten des neuen Flussbetts und Überschwemmungsgebiets abgetragen. Der Name des Ortes geht auf seine Lage zwischen zwei historischen Donaubrücken zurück: der großen Taborbrücke nahe Floridsdorf und der kleinen Taborbrücke bei der Taborstraße. Die Besiedlung begann 1698 mit der Errichtung dieser Brücken und der Befestigungsanlagen im Augebiet. Zunächst lebten hier Mautwächter und Wachsoldaten, später kamen Gasthäuser und Schiffmühlen hinzu. Ein bedeutendes Ereignis war 1814 das Treffen von Zar Alexander von Russland, König Friedrich Wilhelm von Preußen und Kaiser Franz I. in einem Gasthaus, das daraufhin „Zu den drei Alliierten“ genannt wurde. Heute ist Zwischenbrücken ein dicht bebautes Stadtgebiet, das durch die Umwandlung ehemaliger Bahnhofsareale wie des Nordbahnviertels an Bedeutung gewinnt. Die Johannes-Nepomuk-Kapelle, die dem Brückenpatron geweiht war, prägte einst das Ortsbild, bevor sie 1875 abgerissen wurde. Das Wappen des Heiligen Johannes Nepomuk findet sich noch heute in den Bezirkswappen von Leopoldstadt und Brigittenau wieder. Persönlichkeiten wie der Zitherspieler Anton Karas oder der Schauspieler Otto Clemens stammen aus diesem Stadtteil.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

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