📷 Bild: Wikimedia Commons
Steinkiste von Calden
Großsteingrab in Deutschland
Die Galeriegrab Calden I, auch als Steinkiste von Calden bekannt, ist eine Megalithanlage aus dem Neolithikum und liegt in der Nähe von Calden im Landkreis Kassel, Hessen. Sie befindet sich südlich des Ortes in einem kleinen Tal, in der Nähe von zwei Quellen. Die Anlage ist Teil der Wartbergkultur und liegt zwischen den Verbreitungszentren dieser Kultur in Nordhessen und Ostwestfalen. Die Grabung begann 1948 nach einem Fund im Acker und wurde 1988 im Rahmen des Calden Projektes fortgeführt. Die Anlage besteht aus etwa 20 Wandsteinen und 10 Decksteinen, mit einer Länge von 12,6 m und einer Breite von 3 m. Die Grabsohle ist lehmtennenartig gestampft, und die Deckplatten wurden am südlichen Ortsrand rekonstruiert. Die Bestattungen zeigen eine Vielzahl von Skelettresten, die in mehreren Reihen und Schichten angeordnet sind. Die Gesamtzahl der Bestattungen wird auf 100 bis 200 geschätzt. Im Inneren der Anlage wurden Schädel, Knochen und andere menschliche Reste gefunden, die in verschiedenen Altersgruppen vertreten sind. Die Körpergröße der Bestatteten war auffällig gering, und die Zähne zeigten starke Abnutzung. Beigaben umfassen Schmuck, Feuersteinklingen, Pfeilbewehrungen und eine axtförmige Bernsteinperle. Die Grabbeigaben sind im Hessischen Landesmuseum in Kassel aufbewahrt. Die Anlage wurde durch zwei 14C-Datierungen auf etwa 3400 v. Chr. datiert.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Steinkiste, Archäologische Stätte
- Ort
- Calden
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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