📷 Bild: Wikimedia Commons
Galeriegrab Calden II
Großsteingrab beim Ort Calden in Deutschland
Das Galeriegrab Calden II liegt im nordhessischen Landkreis Kassel, etwa 100 m südlich des Erdwerks von Calden. Es befindet sich außerhalb des doppelten Grabenringes des Erdwerks, unter einem Wirtschaftsweg. Die Anlage wurde 1969 beim Verlegen einer Wasserleitung entdeckt und 1990 bis 1992 untersucht. Es zeigt enge Verbindungen zur Galerie I und ist chronologisch jünger. Das Galeriegrab II ist Südwest-Nordost orientiert, mit einer Außenlänge von 11,9 m und einer maximalen Breite von 3,8 m. Die Anzahl der Wandsteine wird auf 18 geschätzt, wobei die genaue Zahl der Decksteine unklar ist. Die Kammer hat eine lichte Höhe von etwa 1,4 m im Zugangsbereich und 1,05 m im hinteren Teil. Die Gestaltung des Zugangs bleibt unsicher, wahrscheinlich war ein antenartiger Zugang und ein Seelenloch vorhanden. Im hinteren Kammerdrittel wurden mindestens 78 Individuen in gestreckter Rückenlage mit dem Kopf zum Zugang (Nordosten) bestattet. Die Bestattungen zeigen Parallelen zu Galeriegrab I. Beigaben umfassen Keramik, eine Tontrommel, Schalen, Pfeilspitzen und eine ringförmige Bernsteinperle. Die Keramik stammt aus der Nutzungsphase B des Erdwerks. Die Anlage wurde um 3200 v. Chr. errichtet und folgt der Wartbergkultur.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Hessen
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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