📷 Bild: Wikimedia Commons
Simmeringer Tempel
Der Simmeringer Tempel, auch als Simmeringer Synagoge bekannt, stand im 11. Wiener Gemeindebezirk Simmering in der Braunhubergasse 7. Das Gebäude wurde zwischen 1898 und 1899 nach Entwürfen des Architekten Jakob Gartner errichtet und diente als Vereinssynagoge für die dortige jüdische Gemeinde. Heute erinnert ein Mahnmal an der Stelle des zerstörten Tempels. Der Bau war ein dreischiffiges Gebäude mit zentralem Betraum für 249 Männer und zwei Galerien für 133 Frauen, getragen von vier Eisensäulen. Die Westfassade zeigte einen Mittelrisalit mit romanisierendem Rundfenster und Rundbogenfries, während die Seitenrisalite flach gedeckt waren. Die farbliche Gestaltung lässt sich teilweise anhand eines Aquarells von Ferdinand Zach rekonstruieren. Vor Ort findet sich heute ein zwei Meter hoher Gedenkstein aus Mauthausener Granit und schwedischem Granit, der seit November 2003 an den zerstörten Tempel erinnert. Das Mahnmal wurde von Leopold Grausam und Mitarbeitern der Städtischen Steinmetzwerkstätte Wien geschaffen und steht im Bereich Braunhubergasse/Hugogasse.
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