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Cambodunum
kaiserzeitlich römische Stadt auf dem Gebiet der heutigen Stadt Kempten im Allgäu
Cambodunum war eine römische Stadt auf dem Gebiet der heutigen Kempten im Allgäu. Sie lag am östlichen Hochufer der Iller und war in der frühen und hohen Kaiserzeit eine der bedeutendsten Städte der Provinz Raetia. Die Stadt wird als eine der ältesten Städte Deutschlands angesehen, neben Trier und Köln. Die archäologischen Funde und Reste der römischen Siedlung werden im Archäologischen Park Cambodunum präsentiert. Die Stadt war aufgrund ihrer Lage an wichtigen Fernstraßen und Handelsrouten wirtschaftlich stark. Sie war über die Römerstraße Kempten–Bregenz an den Bodensee und Italien angeschlossen. Die Siedlung wuchs im 1. Jahrhundert, wobei Steinbauten ab der Claudischen Zeit nachweisbar sind. Das Forum und eine Basilika wurden entdeckt, sowie Thermenkomplexe und ein gallorömischer Tempelbezirk. Die Stadt verlor im späten 3. Jahrhundert an Bedeutung und wurde auf eine Burghalde verlegt. Die römische Stadt war durch ein Straßensystem mit Decumanus und Cardo geprägt. Das Forum umfasste ein großes Areal mit Altarbau und Verwaltungsgebäuden. Im Nordwesten der Stadt befand sich ein Tempelbezirk mit einer U-förmigen Doppelhalle. Die spätrömische Kastellsiedlung im Flusstal trug den Namen Cambidanum. Die Forschung begann 1885 und führte zur Gründung des Archäologischen Parks Cambodunum.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte, Bodendenkmal
- Ort
- Kempten
- Adresse
- Cambodunumweg 3, Merktstraße 13, 87437 Kempten (Allgäu)
- Denkmalstatus
- Bodendenkmal in Bayern
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