Kroatisch Minihof
Kroatisch Minihof ist ein Dorf im östlichen Burgenland, südlich des Kreutzer Waldes und nahe der ungarischen Grenze. Es liegt in der typischen Form eines Breitangerdorfes und gehört seit 1971 zur Gemeinde Nikitsch im Bezirk Oberpullendorf. Mit 369 Einwohnern zählt es zu den kleineren Orten der Region. Der Ort blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bis in die Jungsteinzeit reicht. Funde wie Tonscherben, Werkzeuge und eine bronzene Pfeilspitze belegen frühe Besiedlung. Aus der Römerzeit stammen Reste eines Gutshofes in der Flur „Draga“, darunter ein versilberter Bronzefalke. Im Mittelalter wurde der Ort 1195 erstmals als „Ukas“ erwähnt und entwickelte sich unter den Zisterziensern zu einem Meierhof. Nach Zerstörungen durch die Osmanen und einer Neubesiedlung ab dem 16. Jahrhundert prägten vor allem kroatische Siedler das Bild. Vor Ort fällt der von einer Häuserzeile umgebene Kirchenplatz ins Auge, der auf eine Anordnung der Grundherren aus dem 18. Jahrhundert zurückgeht. Die heutige Kirche steht an der Stelle eines älteren Baus von 1731. Die Umgebung mit Feldern und dem nahen Kreutzer Wald lädt zu Spaziergängen ein. Spuren der Vergangenheit zeigen sich auch in den Gassennamen wie „Sotbend“, die an Auswanderer nach Amerika erinnern.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
Mehr in dieser Region entdecken
Themen rund um Burgenland
In der Nähe
- Gnadenstuhl50 m
- Figurenbildstock, Familiensäule73 m
- Figurenbildstock, Antonisäule77 m
- Pfarrkirche Kroatisch Minihof80 m
- Volksschule117 m
- Friedhofskapelle Zur Auferstehung312 m
QR-Code