📷 Bild: Wikimedia Commons
Deutsches Haus
Theater, kulturelles und gesellschaftliches Zentrum der deutschsprachigen Bevölkerung in Brünn, Tschechien, im 2. Weltkrieg zerstört
Das Deutsche Haus in Brünn war ein kulturelles und gesellschaftliches Zentrum für die deutschsprachige Bevölkerung. Es wurde nach mehreren gescheiterten Versuchen im Jahr 1891 eröffnet und stand am Kioskplatz, einem zentralen Ort der Stadt. Die Errichtung war Ergebnis intensiver Diskussionen über den Standort und erforderte eine große Spendenbereitschaft, wobei schließlich 180.000 Kronen gesammelt wurden. Das Gebäude bot zahlreiche Räume für kulturelle und gesellschaftliche Aktivitäten. Es umfasste einen Festsaal mit einer Orgel, einen Speisesaal, zwei weitere Säle, sowie Räume für Vereine wie den Gewerbeverein und die Schillerbibliothek. Die Beleuchtung kombinierte Gas und Elektrizität, wobei eine eigene Maschinenanlage zur Stromversorgung errichtet wurde. Das Haus wurde im Stil der deutschen Spätrenaissance errichtet und war bis 1945 ein bedeutendes Kulturzentrum. Im Deutschen Haus fanden bedeutende kulturelle Veranstaltungen statt, darunter Konzerte von Richard Strauss und die Aufführung der Oper Wozzeck von Alban Berg. Zudem war es ein Treffpunkt für literarische und gesellschaftliche Veranstaltungen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude zerstört, doch seine kulturelle Bedeutung bleibt in der Geschichte Brünns erhalten.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Theatergebäude, zerstörtes Gebäude oder Bauwerk, Kulturzentrum
- Erbaut
- 1888
- Baustil
- Neorenaissance
- Architekt
- Hermann Ende
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