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Fürstengrab von Kemnitz

archäologische Stätte in Werder, Deutschland

Das Fürstengrab von Kemnitz ist ein archäologischer Fund im Ortsteil Kemnitz der Stadt Werder in Brandenburg. Es liegt im Wald Vogelsangheide und datiert in die Zeit zwischen 150 und 200 n. Chr. Es handelt sich um das Grab eines germanischen Elite-Kriegers, der dem Suebenstamm zugeordnet wird. Das Grab ist Teil eines der größten germanischen Gräberfelder der römischen Kaiserzeit in Brandenburg. Das Grab 622 enthält zahlreiche römische Funde, darunter ein gut erhaltener Bronzeeimer aus dem Jahr 100 n. Chr. mit geflügelten Gesichtern und Drachenköpfen an den Henkeln. Zudem wurden ein goldener Fingerring, ein Kettenhemd, ein bronzener Gürtel und Glasperlen gefunden. Zu den weiteren Gegenständen zählen getriebene Bronzebleche mit Darstellungen der Heraklessage sowie Kopien römischer Metallgefäße. Thomas Fischer vermutet, die Bronzebleche seien Überreste eines römischen Muskelpanzers. Im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg im Paulikloster sind die Funde des Fürstengrabes ausgestellt. Das Grab gehört zum Bodendenkmal 30737 und ist Teil eines Urnengräberfelds mit 926 Bestattungen auf 4300 m². Auf dem Gelände wurden auch 23 Knochenlager und ein Brandgrubengrab entdeckt. Die Funde geben Einblick in die Kultur und Lebensweise der Sueben in der Region.

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Art
Archäologische Stätte
Ort
Werder (Havel)
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Deutschland

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