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Karwendel
Das Karwendel ist eine Gebirgsgruppe der Nördlichen Kalkalpen, die sich zu etwa vier Fünfteln in Tirol und zu einem Fünftel in Bayern erstreckt. Die Grenze verläuft über die Nördliche Karwendelkette und durch das Vorkarwendel. Vier Hauptketten ziehen sich von West nach Ost, dazu kommen zahlreiche Seitenketten und ein weitläufiges Vorgebirge im Norden. Der Name geht auf den altdeutschen Personennamen Gerwentil zurück und wurde ursprünglich nur für das Karwendeltal bei Scharnitz verwendet, bevor Hermann von Barth ihn im 19. Jahrhundert auf das gesamte Gebiet ausweitete. Das Gebirge bietet mit seiner einzigartigen Geologie beeindruckende Naturerscheinungen. Die vier Hauptketten bestehen aus mächtigen Kalkbänken, die durch die Alpenauffaltung nach Süden geneigt sind. Besonders markant sind die bis zu 1000 Meter hohen, senkrechten Wände auf der Nordseite, während die Südseite von Gletschern ausgefräste Kare und sanfte Hänge aufweist. Im Karwendel finden sich 125 Gipfel über 2000 Metern, darunter bekannte Namen wie Laliderer Wände oder die Nordkette bei Innsbruck. Vor Ort prägen weite Hochalmen, tiefe Täler und klare Bergbäche das Bild. Die Isar entspringt im Hinterautal, während der Achensee und der Inn weitere Gewässer speisen. Im Naturpark Karwendel, einem der größten Schutzgebiete der Ostalpen, leben Steinadler und Gamsrudel, und seltene Pflanzen wie die Deutsche Tamariske gedeihen an den Ufern. Wanderwege führen durch unberührte Landschaften, vorbei an Almen und durch enge Schluchten, die einen Einblick in die alpine Vielfalt bieten.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
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