Sehenswürdigkeiten · Bagolino
Bagolino
italienische Gemeinde

Bagolino liegt im Val Sabbia, einem Seitental des Flusses Caffaro, in der Provinz Brescia. Das Bergdorf ist umgeben von den Adamello-Presanella-Alpen im Norden und den Gardaseebergen im Süden. Es grenzt an mehrere Gemeinden in der Provinz Brescia sowie an trentinische Gemeinden. Das Gemeindegebiet umfasst fast ausschließlich Bergland und ist das größte der Provinz. Der tiefste Punkt ist der Idrosee, die höchste Bergspitze der Monte Boia. Die Dorfkirche und der Ortsteil Ponte Caffaro liegen auf unterschiedlichen Höhen.
Bagolino hat keine gesicherten Dokumente über seinen Ursprung, doch der Name geht vermutlich auf eine kleine Siedlung „Pagolinus“ zurück. Schon in der Römerzeit war der Ort eine strategische Pferdewechselstation. Im 15. Jahrhundert unterlag es Venedig, das es später an die Grafen von Lodron als Lehen gab. Die Bagossi erhielten 1472 ihre Unabhängigkeit zurück und entwickelten eine reiche Kultur. Die Gemeinde war bis 1797 unter der Herrschaft Venedigs und später Teil Österreichs. Die Eisenerzbergwerke und die Käseherstellung trugen zur Wohlstandsentwicklung bei.
Das Dorf zeichnet sich durch eine homogene Architektur aus, die von religiösen Fresken und dekorativen Elementen geprägt ist. Die Kirche San Giorgio, die wichtigste Sehenswürdigkeit, ist ein barocker Bau aus dem 17. Jahrhundert und wird als „Kathedrale im Gebirge“ bezeichnet. Weitere Kirchen und Kapellen sowie die alte Brücke in Prada sind ebenfalls sehenswert. Der Bagoss-Karneval mit Tänzen und Masken ist eine traditionelle Kulturveranstaltung. Bagolino hat seit 2000 eine Gemeindepartnerschaft mit Oettingen in Bayern.
Quellen (2)
- Bagolino (CC0-1.0)
- Bagolino (Wikipedia) (CC BY-SA 4.0, bearbeitet)
- Seehöhe
- 778 m
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