📷 Bild: Wikimedia Commons
Marlenheim
französische Gemeinde
Marlenheim liegt im Unterelsass, 15 Kilometer westlich von Straßburg in der Oberrheinebene. Nördlich grenzt der Kochersberg an, südlich erstreckt sich das Weinbaugebiet Elsass. Die Gemeinde wird von der Mossig durchströmt. Sie ist der nördlichste Ort der Elsässer Weinstraße und trägt seit 1994 den Titel Porte de la Route des Vins d’Alsace. Die Gemeinde ist Mitglied des Gemeindeverbands Communauté de communes de la Mossig et du Vignoble. Die Gegend um Marlenheim war bereits in der Hallstattzeit besiedelt. Schon in der römischen Zeit wurden Keramik und Sarkophage gefunden. Das Dorf wurde erstmals 589 als Marilegium erwähnt, als König Childebert II. hier residierte und Weinberge besaß. Im 7. Jahrhundert schenkte Dagobert I. Weinberge dem Kloster Niederhaslach. Im Mittelalter war Marlenheim ein adliges Rittersitz und ein Außenposten der Freien Stadt Straßburg. Im 17. Jahrhundert wurde es von Frankreich annektiert und später Teil des deutschen Elsaß-Lothringens. Marlenheim lebt von Landwirtschaft, Weinbau und Tourismus. Die dörfliche Struktur ist von Einzelhandelsgeschäften, Cafés und Weinstuben geprägt. An der Peripherie gibt es kommerzielle Arealen und Einkaufscenter. Sehenswürdigkeiten sind Fachwerkhäuser, die Kirche von 1716, das Schloss im neoklassizistischen Stil und ein mittelalterlicher Posthof. Die Weinbaukultur prägt das Dorf, mit Rebflächen und Weingütern. Kulturelle Veranstaltungen wie die Kirchweih und das Winzerfest tragen zur Identität bei.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Gemeinde in Frankreich
- Ort
- Bas-Rhin
- Seehöhe
- 365 m
- Website
- https://www.marlenheim.fr/
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