Speicherstadt

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HamburgHamburg-MitteBezirk Hamburg-Mitte

Speicherstadt

historischer Lagerhauskomplex in Hamburg

Die Speicherstadt in Hamburg-Mitte ist der weltgrößte historische Lagerhauskomplex im Hamburger Hafen. Sie erstreckt sich zwischen Baumwall und Oberhafen und umfasst ein Gebiet von etwa 1,5 Kilometern Länge und 150 bis 250 Metern Breite. Seit 1991 unter Denkmalschutz und 2015 als UNESCO-Welterbe eingetragen, ist sie Teil des kolonialen Erbes Hamburgs. Die Bauarbeiten begannen 1883 und wurden bis 1927 fortgesetzt, wobei sie in drei Abschnitten errichtet wurde. Die Speicherstadt war bis 2003 ein Freihafen und diente als Lagerungsort für Kolonialwaren wie Kaffee, Kakaobohnen und Palmöl. Sie war zentral für den Handel mit lateinamerikanischen und afrikanischen Kolonien, wobei die Produktion oft unter kolonialen Strukturen stand. Die Lagerhäuser sind in neugotischer Backsteinarchitektur gebaut und auf Nadelholzpfählen errichtet, mit Zugang zum Wasser und zu den Straßen. Die Speicherstadt wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, doch der größte Teil wurde originalgetreu rekonstruiert. Heute beherbergt die Speicherstadt neben Teppichhändlern und Agenturen Museen wie das Speicherstadtmuseum, das Zollmuseum und das Gewürzmuseum. Sie ist ein kulturelles Zentrum mit Ausstellungen und Veranstaltungen, das die Geschichte des Hamburger Hafens und der Kolonialzeit widerspiegelt. Die Nutzung der Gebäude ist aufgrund der Gefahr von Sturmfluten begrenzt, weshalb nur die oberen Etagen für den Betrieb genutzt werden.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Bauensemble
Ort
Hamburg-Mitte
Erbaut
1927
Architekt
Carl Johann Christian Zimmermann
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Deutschland

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