Schloss Rötha

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Schloss Rötha

Herrensitz in Sachsen

Das Schloss Rötha stand in der sächsischen Landstadt Rötha südlich von Leipzig. Es lag am Westrand der Stadt an der Übergangsstelle in die Pleißenaue. Der Schlosspark lag nördlich, im Süden befand sich ein Waldgebiet, im Westen Wiesengelände. Das Schloss war Teil einer Vierflügelanlage mit neun Fensterachsen an der Schmalseite und elf an der Längsseite. Es war dreigeschossig, mit Ecktürmen und einem Turm mit barocker Haube. Im Schloss gab es repräsentative Räume wie das Tafelgemach, den Großen Saal und das Billardzimmer, die nach dem Geschmack der Zeit eingerichtet waren. Das Schloss war über 350 Jahre im Besitz der Familie von Friesen. Es war während der Völkerschlacht bei Leipzig Hauptquartier der Verbündeten. Der Große Saal wurde 1872 zur Bibliothek umgebaut und war Teil der einst bis zu 10.000 Bände umfassenden Schlossbibliothek. Das Verbündetenzimmer, ein Beratungsraum der Monarchen, erhielt den Namen aus dem militärischen Einsatz vor der Schlacht. Die Schlossherren waren in der sächsischen Hofpolitik einflussreich und nutzten das Schloss oft als Sommerresidenz. Im Schlosspark gab es ursprünglich einen umfriedeten Garten, der später zu einem Barockgarten und schließlich zu einem englischen Park umgestaltet wurde. Nach der Sprengung des Schlosses 1969 wurde der Park vernachlässigt, doch 2013 begannen Pflegemaßnahmen. Ein Café wurde 2025 auf dem Schlossgelände eingerichtet. Die ehemalige Schlossbibliothek wurde 2014 an eine Stiftung übertragen und soll in der Sächsischen Landesbibliothek zusammengeführt werden.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Schloss
Ort
Rötha

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