Fundplatz Markkleeberg
archäologische Stätte in Deutschland
Der Fundplatz Markkleeberg liegt am Nordrand des künstlichen Markkleeberger Sees in Markkleeberg, Landkreis Leipzig. Er ist ein bedeutender Fundort für die Mittlere Altsteinzeit und gilt als ältestes archäologisches Denkmal des Freistaates Sachsen. Die Fundschichten sind in der Pleiße-Hauptterrasse lokalisiert, die sich zwischen den Grundmoränen der Elster und Saale befindet. Die Funde aus dem 19. Jahrhundert, insbesondere die von Karl Hermann Jacob gesammelten Artefakte, zeigten eine technologische Entwicklung, die nicht in das damalige Chronologieschema der Altsteinzeit passte. Die Ausgrabungen 1999–2001 ergaben über 577 Steinartefakte, die nach der Levalloistechnik hergestellt wurden. Die Fundschichten sind stratifiziert, wobei die oberste Schicht jüngere Artefakte enthält, die an Jacobs Funde erinnern. Die Artefakte sind in der Steinsohle der Hauptterrasse geborgen, die unter kaltem Klima stand. Die Funde belegen, dass Urmenschen die kaltzeitliche Steppe besiedelten, wo Tiere wie Steppenmammut und Wollnashorn lebten. Die Ausgrabungen zeigten auch Aktivitäten wie Werkplatznutzung und mögliche Nahrungsvorbereitung. Die Klima- und Umweltbedingungen der Region beeinflussten die Fundlagen und die Nutzung der Ressourcen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Markkleeberg
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