Burg Haldessen
Burg in Hessen, Deutschland
Die Burg Haldessen war eine abgegangene Niederungsburg in der Gemarkung von Grebenstein, im Landkreis Kassel, Nordhessen. Sie stand auf einem flachen Hügel mit 255 m ü. NN, nahe dem Hof Oberhaldessen, zwischen Udenhausen und Carlsdorf. Die genaue Lage wurde 1962 durch Ausgrabungen bestätigt. Heute sind keine Reste mehr vorhanden, lediglich eine Linde markiert den Hügelrest des Burgstalls. Die Burg wurde im 14. Jahrhundert durch das Erzbistum Mainz errichtet, um gegen die Burg Grebenstein und die Stadt Grebenstein zu dienen. Sie wurde 1303 an die Familie von Haldessen verpfändet und später an den Ministerialen Rabe von Calenberg übertragen. Im Laufe der Zeit wurde sie ausgebaut, bis sie 1339 von Landgraf Heinrich II. erobert und zerstört wurde. Die Burg spielte bis ins 15. Jahrhundert eine Rolle im Streit zwischen Mainz und Hessen. Die Burg war Teil der Landwehr von Grebenstein und stand an der Grenze zu den hessischen Gebieten. Sie wurde mehrfach erobert und wieder aufgebaut, bis sie schließlich in hessischen Besitz gelangte. Im Jahr 1425 wurde nur noch der Turm genannt, was auf den Verfall der Burg hinweist. Die Burg Haldessen war ein Symbol des Konflikts zwischen dem Erzbistum Mainz und der Landgrafschaft Hessen.
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- Art
- Burg
- Ort
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