Käina

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Käina

ehemalige Gemeinde in Estland

Käina vald lag im Südosten der estnischen Insel Hiiumaa und war eine der vier Landgemeinden der Insel. Die Gemeinde umfasste eine Fläche von 188,5 km², wobei über ein Drittel Waldfläche war. Sie umfasste die Insel Kassari sowie zahlreiche kleinere Inseln. Die wichtigsten Siedlungen waren Käina, Männamaa, Putkaste und Kassari. Die Gemeindehauptstadt beherbergte Verwaltung, Gymnasium, Kulturzentrum und weitere Einrichtungen wie Schwimmbad und Bibliothek. Der Hafen von Orjaku spielte eine bedeutende wirtschaftliche und touristische Rolle. Die Geschichte von Käina reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück, als das Kirchspiel Käina gegründet wurde. Es gehörte zum Bischofsgut von Alliksaare und stand unter dem Bischof von Saare-Lääne. Im Laufe der Zeit wurden Teile der Gemeinde abgetrennt, etwa das Kirchspiel Reigi 1627 und Emmaste 1866. 2017 fusionierten alle Gemeinden auf Hiiumaa zur neuen Landgemeinde Hiiumaa, wodurch Käina vald seine Existenz als eigenständige Gemeinde verlor. Käina vald war bekannt für seine natürliche Schönheit und kulturelle Bedeutung. Die Bucht von Käina bot einen spektakulären Blick auf die Ostsee und die Insel Kassari. In der Gemeinde standen historische Sehenswürdigkeiten wie die Überreste einer Steinkirche aus dem 15. bis 16. Jahrhundert sowie eine Kapelle in Esiküla. Das Geburtshaus des Komponisten Rudolf Tobias in Selja wurde zu einem Museum umfunktioniert. Das Musikfestival Käina Folk, das seit 2005 jährlich stattfindet, zog internationale und estnische Künstler an.

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Art
ehemalige Gemeinde in Estland
Ort
Kreis
Quellen:Käina (CC0-1.0)

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