Magdalenenkapelle

📷 Bild: Wikimedia Commons

KircheSachsen-AnhaltMagdeburg

Magdalenenkapelle

Kirchengebäude in Magdeburg

Die Magdalenenkapelle ist eine gotische Kapelle in der Magdeburger Altstadt, gelegen im östlichen Stadtteil nahe der Elbe. Sie steht an der Südseite der Straße Petersberg, in einer Ecklage zum Knochenhauerufer. Die Kapelle wurde 1315 errichtet und diente ursprünglich der Sühne für eine entweihte Hostie. 1385 übertrug Papst Urban VI. das Patronat an das benachbarte Kloster Mariae Magdalenae, was den Namen der Kapelle begründete. Die Kapelle wurde im Dreißigjährigen Krieg 1631 stark beschädigt und erst 1711 wieder aufgebaut. Im Zweiten Weltkrieg zerstörte die Kriegsflut das Dach, doch das Gewölbe blieb erhalten. 1966 wurde die Kapelle restauriert und erhielt ein steiles Satteldach. Sie wurde bis 1984 von der altlutherischen Gemeinde genutzt, danach an das katholische Hilfswerk Subsidaris übergeben. 2021 begann der Bau eines Atrium-Komplexes mit der Kapelle, der Universitätskirche St. Petri und weiteren Gebäuden. Die Kapelle ist mit fünf Maßwerkfenstern und einem Kreuzrippengewölbe im Inneren geprägt. Sie verfügt über einen Treppenturm, der ursprünglich den Zugang zum Klostergarten ermöglichte. Der südwestlich gelegene Rosengarten, ein Teil des alten Klostergartens, gehört zum Baudenkmal. Die Kapelle ist im Denkmalverzeichnis des Landes Sachsen-Anhalt unter der Nummer 094 06293 als Teilobjekt eingetragen.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Kirchengebäude
Ort
Magdeburg
Baustil
Gotische Architektur
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Sachsen-Anhalt

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