Kartause Ahrensbök

📷 Bild: Wikimedia Commons

KlosterKreis OstholsteinBezirk Kreis Ostholstein

Kartause Ahrensbök

archäologische Stätte in Deutschland

Das Kloster Ahrensbök war eine Kartause des Kartäuserordens in der Gemeinde Ahrensbök im Herzogtum Holstein. Es wurde 1397 gegründet und bestand bis 1564. Die Stiftung war eine Folge des Gelübdes der Holsteiner Grafen, die 1357 eine Jungfrauenklosterstiftung angedeutet hatten. Die Gründung wurde durch die Unterstützung des Lübecker Domherrn Jacob Krumbek ermöglicht, der eine Stiftung zugunsten des Klosters initiierte. Die päpstliche Genehmigung erfolgte erst 1398, nachdem die ursprüngliche Absicht, ein Frauenkloster zu gründen, auf eine Kartause geändert wurde. Die Kartause Ahrensbök war ein bedeutendes religiöses Zentrum, das bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts bestand. Es besaß ein großes Grundbesitzgebiet, das über vierzig Ortschaften umfasste und bis nach Scharbeutz reichte. Die Kartäuser übernahmen die Seelsorge der Einwohner des Kirchspiels und finanzierten die Bauarbeiten durch Ablass und Wallfahrtszusagen. Zwar war das Kloster finanziell belastet, doch es blieb bis 1564 bestehen, bis die Landesteilung es auflöste. Das einzige erhaltene Gebäude aus der Kartäuserzeit ist die backsteingotische Klosterkirche St. Marien, die 1328 von Johann III. von Holstein-Kiel gestiftet wurde. Die Kirche wurde 1400 um einen Langchor erweitert und erhielt mehrere Fenster durch Spenden. Der barocke Turm wurde 1760/61 errichtet. Die Klostergebäude wurden 1584 abgebrochen, und das Material wurde für den Bau des Schlosses in Ahrensbök verwendet. Die Kirche blieb als Gemeindekirche erhalten und ist heute ein wichtiger Teil der Ortschaft.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Kloster, religiöse Gemeinschaft, Archäologische Stätte, Kartause
Ort
Ahrensbök
Erbaut
1397

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