Kleinkastell Staden
archäologische Stätte in Deutschland
Das Kleinkastell Staden ist ein römisches Kastell an der Wetteraulinie des Obergermanisch-Rätischen Limes. Es liegt in Staden, Gemeinde Florstadt im Wetteraukreis in Hessen. Die Anlage befindet sich unter Ackerland und ist heute nicht mehr sichtbar. Sie war einst am südlichen Ortsrand von Staden in einem Neubaugebiet platziert und hatte einen guten Ausblick auf das Tal der Nidda. Das Kastell wurde 1886/87 von Friedrich Kofler entdeckt. Es hatte einen quadratischen Grundriss von 56 × 56 Metern mit abgerundeten Ecken. Die Mauer war bis zu 2,25 Meter breit und aus Sandstein gebaut. Ein umlaufender Graben von fünf Metern Breite war vorhanden. Funde umfassen eine Bronzemünze, eine Fibel und einen Ziegelstempel der Legio XXII Primigenia. Das Kastell war Teil der Verteidigungsanlage des Limes und hatte Sichtkontakt zum Kohortenkastell Ober-Florstadt. Der Limes verläuft durch landwirtschaftlich genutztes Areal und ist nicht sichtbar. Zwischen Staden und dem Kleinkastell Stammheim wurden zwei Wachtürme vermutet, doch keine archäologischen Befunde liegen vor. Die Anlage ist als UNESCO-Welterbe und Bodendenkmal geschützt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kleinkastell, Archäologische Stätte
- Ort
- Florstadt
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
In der Nähe
- Turmstumpf der ehem. Stadtbefestigung721 m
- Burg Staden701 m
- Schloss Stammheim (Florstadt)1.9 km
- Flugplatz Reichelsheim2.9 km
- Kastell Ober-Florstadt2.8 km
- Kleinkastell Lochberg4.1 km
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