Städte & OrteAisne

Guise

Guise liegt an der Oise, zwischen dem Vermandois und der Thiérache, auf halber Strecke zwischen Saint-Quentin und Vervins. Die Stadt gehört zum Département Aisne und zum Arrondissement Vervins. In der Nähe verläuft der Sambre-Oise-Kanal, der die Gemeinde durchquert. Die Region um Guise ist geprägt von flachen Tälern und Flussläufen, die den Charakter des Ortes bestimmen. Guise wurde im römischen Reich zum pagus Teoracensis gezählt und war im 9. und 10. Jahrhundert Sitz der Burgherren, die Vasallen der Grafen von Vermandois waren. Die Burg von Guise, ein Teil der Befestigungsanlagen Nordfrankreichs, wurde im Ersten Weltkrieg schwer beschädigt. Die Stadt profitierte während der Industriellen Revolution von den sozialen Experimenten des Unternehmers Jean-Baptiste André Godins, die bis heute spürbar sind. In beiden Weltkriegen diente Guise als militärischer Flugplatz, was den Ort stark prägte. Guise ist bekannt für die Burg Guise, ein Monument historique, sowie den Arbeiter-Wohnkomplex Familistère, ebenfalls ein Monument historique. Die Stadt besitzt mehrere Kirchen, darunter die Kathedrale Saint-Médard und die Kirche Saint-Pierre et Saint-Paul. Zudem gibt es den Hotel Warnet aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Prominente Persönlichkeiten wie Camille Desmoulins und Jean-Baptiste André Godin stammen aus Guise. Die Flugplätze, die während der Kriege genutzt wurden, sind heute Teil der regionalen Geschichte.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.

Einwohner
4.490
Fläche
16,13 km²
Seehöhe
157 m
Bezirk
Aisne

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