WienBezirk 23., Liesing

Antonshöhe

Berg in Wien mit neolithischem Steinbruch

Die Antonshöhe ist ein 356 Meter hoher Hügel im Maurer Wald, einem Teil des 23. Wiener Gemeindebezirks Liesing. Der früher auch Hauswurzhügel genannte Ort liegt zwischen dem Wilde Berg im Norden, dem Georgenberg im Südosten und dem Gütenbachtal im Südwesten. Benannt wurde die Erhebung nach Anton Ölzelt dem Älteren. Dort befindet sich der aufgelassene Steinbruch Mauer-Antonshöhe, der als ältestes Industriedenkmal Österreichs gilt. Der Steinbruch war bereits in der Jungsteinzeit ein wichtiger Rohstofflieferant. Hier wurde Hornstein und Radiolarit in verschiedenen Farben abgebaut, die als begehrtes Material für Werkzeuge weit gehandelt wurden. Funde in Brunn am Gebirge belegen, dass der Silex schon vor etwa 7.500 Jahren verwendet wurde. Archäologische Untersuchungen deckten Abbauschächte auf, die vermutlich zwischen 4.750 und 3.900 v. Chr. angelegt wurden. In den zugeschütteten Gruben fanden sich später sieben Gräber mit Bestattungen. Vor Ort sind die Spuren des historischen Abbaus noch erkennbar. Ein Gedenkstein für Josef Bayer, der die Ausgrabungen leitete, steht beim Rasthaus Schießstätte am Wilden Berg. Die Feuersteingasse in Mauer erinnert ebenfalls an die archäologische Stätte. Der Maurer Wald bietet zudem Wanderwege, die durch die historische Landschaft führen.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Bergwerk, Berg
Ort
Mauer
Adresse
Antonshöhe
Denkmalstatus
Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
Seehöhe
356 m

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