📷 Bild: Wikimedia Commons
Pitze
Die Pitze ist ein Gebirgsbach im Tiroler Pitztal, der als rechter Nebenfluss in den Inn mündet. Sie entspringt am Mittelbergferner nahe der Wildspitze, dem höchsten Berg im Einzugsgebiet mit 3768 Metern. Ihr Lauf führt durch eine enge Schlucht, die Arzler Pitzeklamm, bevor sie bei Arzl im Pitztal und Karres den Inn erreicht. Mit rund 40 Kilometern Länge und einem Einzugsgebiet von etwa 309 Quadratkilometern prägt sie die Landschaft des Tales. Besonders im Sommer führt die Pitze viel Wasser, da Schmelzwasser von Gletschern und Schneefeldern den Bach anschwellen lässt. Fast ein Drittel des Gebietes ist von 46 Gletschern bedeckt, die zusammen 35 Quadratkilometer einnehmen. Allerdings wird seit Jahrzehnten ein Großteil des Wassers im Oberlauf abgeleitet und zum Gepatsch-Speichersee im Kaunertal umgeleitet. Nur im Frühsommer zeigt die Pitze noch ihre ursprüngliche Kraft, während sie im Herbst und Winter stark an Wasser verliert und sogar vereisen kann. Wer durch das Pitztal fährt, sieht die Spuren des Wassers überall: Die Siedlungen im mittleren Talabschnitt sind regelmäßig von Hochwasser bedroht, während die Klamm im Unterlauf wie eine natürliche Barriere wirkt. Die Landschaft zwischen schroffen Bergen und tiefen Tälern bietet Wanderern und Naturbeobachtern eindrucksvolle Aussichten. Der Name Pitze geht auf alte Begriffe für kleine Teiche oder Pfützen zurück und verweist auf die traditionelle Bewässerung der Wiesen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
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