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Kloster Neuendorf
ehemaliges Zisterzienserinnenkloster im Ort Kloster Neuendorf in Sachsen-Anhalt; Kirche heute noch genutzt
Das Kloster Neuendorf war ein Zisterzienserinnenkloster in der Altmark, heute Teil der Gemeinde Gardelegen in Sachsen-Anhalt. Es liegt in der gleichnamigen Ortschaft im Norden des Landes. Die Klosterkirche Sankt Maria, Benedikt und Bernhard entstand in der Backsteingotik und dient heute als evangelische Pfarrkirche. Das Kloster wurde 1228 gegründet und 1232 erstmals urkundlich erwähnt. Es besaß um 1500 33 Ortschaften und Hebungen sowie die „Klosterheide“. Rund 60 Nonnen lebten dort, wobei die Kranken- und Armenpflege sowie Landwirtschaft zu ihren Aufgaben gehörten. Die Klosterkirche ist ein einschiffiger Saalbau aus Backstein mit einem barocken Turm. Sie besitzt acht mittelalterliche Glasfenster, darunter das älteste aus dem Jahr 1360, und mehrere Grabsteine, darunter der älteste aus dem Jahr 1320. Die Nonnenempore umfasst rund drei Fünftel des Innenraumes und ist mit Kreuzgewölben versehen. Die Kirche ist auch für das silberne Abendmahlskelch aus dem Jahr 1403 bekannt, der bis heute vorhanden ist. Die Ausstattung umfasst zudem eine Orgel aus dem Jahr 1869 und mehrere Taufbecken. Die Anlage umfasst neben der Kirche auch Klausur- und Wirtschaftsgebäude. Die Klausur war 35 Meter × 50 Meter groß und mit der Kirche durch eine gewölbte Halle verbunden. Der Südflügel wurde zum Pfarrhaus umgebaut, der Nordflügel ist als Ruine erhalten. Südlich der Kirche steht das Malz- und Brauhaus mit Renaissancegewölbe sowie ein benachbartes Gebäude aus dem Jahr 1561, das als Gefängnis und Getreidespeicher diente. Die Anlage ist Teil der Altmark und umgeben von der Colbitz-Letzlinger Heide.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, Abtei
- Ort
- Gardelegen
- Erbaut
- 1228
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Sachsen-Anhalt
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