Kanton SolothurnBezirk Kanton Solothurn

Fridau, mittelalterlicher Wall und Graben

Archäologische Stätte und ehemalige Stadt in Fulenbach im Kanton Solothurn, Schweiz

Fridau war ein mittelalterliches Städtchen, das um 1230 von den Grafen von Frohburg an einem Aareübergang bei Fulenbach (Kanton Solothurn) gegründet wurde. Es lag am südlichen Ufer des Flusses Aare und war als Brückenkopf mit Grundbesitz jenseits der Aare ausgestattet. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1253 unter dem Namen Fridowe. Das Gebiet gehört heute zur politischen Gemeinde Fulenbach, wobei nur der Name Statt den ehemaligen Ort erinnert. Fridau blieb trotz seiner Funktion als Flussübergang stets unbedeutend, war aber Mittelpunkt der Herrschaft Fridau, die Teil des Buchsgaus der Grafen von Frohburg war. Die Herrschaft wurde 1310 zwischen den Grafen von Frohburg und Nidau aufgeteilt. Ab 1358 wurde sie verpfändet und 1366 dem Herzog Rudolf IV. von Österreich zugeeignet. 1375 wurde das Städtchen mitsamt der Burg und der Aarebrücke von den Guglern zerstört, wodurch der Ort endgültig verfiel. Nach der Zerstörung blieb die Herrschaft Fridau erhalten und gelangte 1379 an Anna von Kyburg. 1405 musste sie an den Basler Zunftmeister Conrad von Laufen verpfändet werden. Ab 1415 wurde sie gemeinsam von Bern und Solothurn verwaltet und 1463 unter die alleinige Verwaltung von Solothurn übergegangen, wobei sie der Vogtei Bechburg zugeordnet wurde und den Gerichtskreis des Niederen Amtes bildete.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Archäologische Stätte, Wüstung
Ort
Fulenbach
Adresse
Fridaustrasse, 4629 Fulenbach
Denkmalstatus
Schweizer Kulturgut der Klasse B von regionaler Bedeutung

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