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Kirche hl. Margaretha
römisch-katholische Pfarrkirche in der Stadt Marchegg, Bezirk Gänserndorf, Österreich
Die römisch-katholische Pfarrkirche hl. Margaretha steht im Zentrum von Marchegg, einem Ort im Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich. Sie gehört zum Dekanat Marchfeld der Erzdiözese Wien und ist unter Denkmalschutz. Die Kirche wurde im Jahr 1260 von König Przemysl Otakar II. und Bischof Bruno von Schauenburg gegründet und ursprünglich als Kathedrale geplant. Sie war die erste im heutigen Nieder- und Oberösterreich und wurde der heiligen Margaretha geweiht. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1278, als König Rudolf I. die Kirche unter seinen Schutz stellte. Die Kirche zeichnet sich durch eine einzigartige Baugeschichte aus. Das Langhaus wurde im 13. Jahrhundert geplant, doch die Ausführung wurde durch Kriege unterbrochen. Im 18. Jahrhundert wurde ein neuer Langhausbau errichtet, und im 19. Jahrhundert folgten weitere Renovierungen. Der Westturm wurde 1855 fertiggestellt und verfügt über Turmuhr. Die Kirche wurde mehrfach beschädigt, doch die Fresken aus dem 14. Jahrhundert wurden 1960 entdeckt und gerettet. Im Inneren der Kirche ist ein barocker Hochaltar aus dem Jahr 1660 erhalten, der die heilige Margaretha darstellt. Die Kanzel aus dem Jahr 1725 zeigt eine seltene Darstellung der Pietà. Die Ausstattung umfasst auch Kreuzwegbilder, Glasfenster und eine Orgel aus dem Jahr 1890. Die Glocken wurden in beiden Weltkriegen beschlagnahmt, lediglich die mittelalterliche Glocke aus dem Jahr 1409 blieb erhalten. Reliquien der heiligen Margaretha sind seit 2018 im Glas-Reliquiar unter dem Steinvolksaltar aufgestellt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Pfarrkirche
- Ort
- Marchegg
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
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