Mémorial de Caen
Das Mémorial de Caen ist das große Museum zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs in der Normandie und versteht sich als Museum für den Frieden. Es behandelt nicht nur die Landung und die Schlacht um die Normandie, sondern spannt den Bogen weiter: Ein eigener Rundgang widmet sich der Geschichte Europas, ein weiterer dem Kalten Krieg. Wer die Landungsküste besucht, bekommt hier den Zusammenhang, den die einzelnen Strände und Batterien für sich nicht liefern können. Das 1988 eröffnete Haus steht auf einem historischen Ort: Unter dem Gebäude liegt der unterirdische Befehlsbunker des deutschen Generals Richter, der als Teil der Ausstellung zugänglich ist. Dazu kommen eine große Fotosammlung des Kriegsberichterstatters Patrick Chauvel und die Jardins du souvenir, angelegte Gedenkgärten im Freien. Wechselausstellungen ergänzen das Programm; 2026 läuft eine Ausstellung zu Kolonisation und Dekolonisation mit rund sechzig Werken. Seit dem 26. Juli 2026 stehen die Landungsstrände der Normandie auf der Welterbeliste der UNESCO. Für den Besuch sollte man vier Stunden einplanen — das ist der Durchschnittswert, und er ist realistisch. Der Kartenverkauf endet gut eine Stunde vor Schließung. Von April bis September ist das Haus täglich und ganztägig geöffnet. Vom Mémorial aus starten geführte Rundfahrten zu den Landungsstränden, die von Historikern begleitet werden; sie lassen sich mit dem Museumsbesuch an einem Tag verbinden, machen ihn dann aber lang. Das Museum liegt an der Esplanade Général Eisenhower im Norden von Caen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.
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